Dr. Hans Morschitzky

 

Klinischer und Gesundheitspsychologe, Psychotherapeut (Verhaltenstherapie und Systemische Familientherapie)

 

A-4040 Linz, Hauptstraße 77              Tel. 0043 732 77 86 01          E-Mail: morschitzky@aon.at 

 

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Diagnose von Angststörungen

 

 

Der folgende Fragebogen stammt aus meinem Buch "Somatoforme Störungen".

 

Markieren Sie alle zutreffenden Merkmale, die jetzt zutreffen.

 

 

Treten die folgenden Symptome attackenartig (akut-plötzlich) oder länger dauernd auf? Sie können auch beides markieren.

attacken-artig, akut

länger dauernd

1.

Herzrasen oder störendes Herzklopfen

O

O

2.

Schweißausbrüche

O

O

3.

fein- oder grobschlägiges Zittern

O

O

4.

Mundtrockenheit (nicht als Medikamentennebenwirkung)

O

O

5.

Atembeschwerden

O

O

6.

Beklemmungsgefühl

O

O

7.

Schmerzen oder Missempfindungen in der Brust

O

O

8.

Übelkeit oder sonstige Magenbeschwerden

O

O

9.

Schwindel, Unsicherheit, Schwäche oder Benommenheit

O

O

10.

Depersonalisation (sich weit weg, nicht ganz da fühlen)

oder Derealisation (die Objekte erscheinen unwirklich)

 

O

 

O

11.

Angst vor Kontrollverlust, verrückt zu werden, auszuflippen

O

O

12.

Angst zu sterben (als Folge attackenartiger Symptome)

O

O

13.

Hitzewallungen oder Kälteschauer

O

O

14.

Gefühllosigkeit oder Kribbelgefühle

O

O

15.

Muskelverspannung, akute und chronische Schmerzen

O

O

16.

Ruhelosigkeit und Unfähigkeit sich zu entspannen

O

O

17.

Aufgedrehtsein, Nervosität, psychische Anspannung

O

O

18.

Kloßgefühl im Hals oder Schluckbeschwerden

O

O

19.

Übertriebene Reaktionen auf Überraschung/Erschrecktwerden

O

O

20.

Konzentrationsschwierigkeiten, Leeregefühl im Kopf

wegen der ständigen Sorgen oder Ängste

 

O

 

O

21.

anhaltende Reizbarkeit

O

O

22.

Einschlafstörung wegen der ängstlichen Besorgtheit

O

O

23.

Erröten oder Zittern (Angst, dadurch negativ aufzufallen)

O

O

24.

Angst zu erbrechen (Angst, dadurch negativ aufzufallen)

O

O

25.

Harn-/Stuhldrang bzw. Angst davor (wegen der Auffälligkeit)

O

O

 

1.       Verdacht auf Panikstörung: gleichzeitiges Auftreten von mind. 4 Symptomen aus 1.-14. (davon 1 Symptom aus 1.-4.) – attackenartig auftretend, nicht auf bestimmte Situationen oder Objekte bezogen sowie spontan (nicht vorhersagbar); diese Symptome werden als gefährlich oder lebensbedrohlich erlebt (ohne körperliche Anstrengung und sichtbare Ursache).

2.       Verdacht auf generalisierte Angststörung: mindestens 4 Symptome aus 1.-22. (davon ein Symptom aus 1.-4.) – mindestens 6 Monate lang in einem Zeitraum mit vorherrschender Anspannung, Besorgnis und Befürchtungen in Bezug auf alltägliche Ereignisse und Probleme.

3.       Verdacht auf Agoraphobie (Platzangst): mindestens 2 Symptome aus 1.-14. (davon 1 Symptom aus 1.-4.) – auftretend in mindestens 2 von 4 Situationen: Menschenmengen, öffentliche Plätze, allein Reisen, Reisen mit weiter Entfernung von Zuhause.

4.        Verdacht auf soziale Phobie: mindestens 2 Symptome aus 1.-14. sowie mindestens 1 Symptom aus 23.-25. – auftretend jeweils in sozialen Situationen.

 

 

 

Die folgenden Fragebögen beruhen auf den ICD-10-Forschungskritierien und stammen aus meinem Buch „Die zehn Gesichter der Angst“.

 

Panikstörung:  Angst aus heiterem Himmel – Angst vor der Angst

 

1.

Hatten Sie schon wiederholt Panikattacken, die nicht auf eine spezifische Situation oder ein spezifisches Objekt bezogen waren, sondern ganz spontan auftraten in Situationen, wo Sie gerade keiner besonderen Belastung oder Gefahr ausgesetzt waren?

 

 

O

 

2

Erlebten Sie dabei eine einzelne Episode von intensiver Angst oder Unbehagen, die abrupt begann, innerhalb weniger Minuten einen Höhepunkt erreichte und dann mindestens einige Minuten andauerte (meistens nicht länger als eine halbe Stunde)?

 

 

O

 

3.

Traten dabei folgende Symptome auf?

 

 

·         Herzrasen, Herzklopfen oder erhöhte Herzfrequenz

O

 

·         Schweißausbrüche

O

 

·         Fein- oder grobmotorisches Zittern

O

 

·         Mundtrockenheit

O

 

·         Atembeschwerden

O

 

·         Beklemmungsgefühl

O

 

·         Schmerzen oder Missempfindungen in der Brust

O

 

·         Übelkeit oder Missempfindungen im Bauchraum (z.B. Unruhegefühl im Magen)

O

 

·         Gefühl von Schwindel, Unsicherheit, Schwäche oder Benommenheit

O

 

·         Gefühl, dass Sie weit entfernt sind, nicht „wirklich hier sind“, „neben sich stehen“ (Depersonalisation) oder die Umwelt und die Objekte unwirklich sind (Derealisation)

 

O

 

·         Angst vor Kontrollverlust, verrückt zu werden oder „auszuflippen“

O

 

·         Angst zu sterben (als Reaktion auf die körperlichen Zustände)

O

 

·         Hitzegefühle oder Kälteschauer

O

 

·         Gefühllosigkeit oder Kribbelgefühle

 

O

4.

Können Sie ausschließen, dass Ihre Angstzustände bedingt sind durch eine andere psychische Störung (Phobie, hypochondrischen Störung, Depression, generalisierte Angststörung usw.) oder eine körperliche Störung?

 

 

O

 

5.

Hatten Sie jemals vier Panikattacken innerhalb von vier aufeinander folgenden Wochen („mittelgradige Panikstörung“)?

 

 

O

 

6.

Hatten Sie mindestens vier Panikattacken pro Woche über einen Zeitraum von vier Wochen („schwere Panikstörung“)?

 

O

 

 

 

 

Wenn Sie die Fragen 1, 2 und 4 sowie mindestens vier Symptome bei Frage 3 angekreuzt haben, haben Sie möglicherweise eine Panikstörung.

 

 

 

Generalisierte Angststörung:  Angst vor allem und jedem – unkontrollierbare Sorgen und Befürchtungen

 

1.

Erlebten Sie einmal einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten mit vorherrschender Anspannung, Besorgnis und Befürchtungen in Bezug auf alltägliche Ereignisse und Probleme?             

 

O

2.

Traten dabei folgende Symptome auf?

 

 

·         Herzrasen, Herzklopfen oder erhöhte Herzfrequenz

O

 

·         Schweißausbrüche

O

 

·         Fein- oder grobmotorisches Zittern

O

 

·         Mundtrockenheit

O

 

·         Atembeschwerden

O

 

·         Beklemmungsgefühl

O

 

·         Schmerzen oder Missempfindungen in der Brust

O

 

·         Übelkeit oder Missempfindungen im Bauchraum (z.B. Unruhegefühl im Magen)

O

 

·         Gefühl von Schwindel, Unsicherheit, Schwäche oder Benommenheit

O

 

·         Gefühl, dass Sie weit entfernt sind, nicht „wirklich hier“ sind, „neben sich stehen“ (Depersonalisation) oder die Umwelt und die Objekte unwirklich sind (Derealisation)

 

O

 

·         Angst vor Kontrollverlust, verrückt zu werden oder „auszuflippen“

O

 

·         Angst zu sterben

O

 

·         Hitzegefühle oder Kälteschauer

O

 

·         Gefühllosigkeit oder Kribbelgefühle

O

 

·         Muskelverspannung, akute und chronische Schmerzen

O

 

·         Ruhelosigkeit und Unfähigkeit zum Entspannen

O

 

·         Gefühle von Aufgedrehtsein, Nervosität und psychischer Anspannung

O

 

·         Kloßgefühl im Hals oder Schluckbeschwerden

O

 

·         Übertriebene Reaktionen auf kleine Überraschungen oder Erschrecktwerden

O

 

·         Konzentrationsschwierigkeiten, Leeregefühl im Kopf wegen Sorgen oder Angst

O

 

·         Anhaltende Reizbarkeit

O

 

·         Einschlafstörungen wegen der Besorgnis

 

O

3.

Sind Sie sicher, dass Ihre Symptomatik nicht die Kriterien einer Panikstörung, phobische Störung, Zwangsstörung oder hypochondrische Störung erfüllt?

 

 

O

4.

Sind die Angstzustände nicht bedingt durch eine organische Störung (z.B. Schilddrüsenüberfunktion), eine Erkrankung des Gehirns oder die Einwirkung von Substanzen (Alkohol, Beruhigungsmittel, Drogen)?

 

 

 

O

 

Wenn Sie die Fragen 1, 3 und 4 sowie mindestens vier Symptome bei Frage 2 (davon mindestens ein Symptom aus den vier erstgenannten Symptomen) angekreuzt haben, haben Sie möglicherweise eine generalisierte Angststörung.

 

 

 

Agoraphobie:  Angst, in Angstsituationen keinen Fluchtweg oder Helfer zu haben – Angst, in der Falle zu sitzen

 

1.

Fürchten und vermeiden Sie beharrlich und anhaltend mindestens zwei der folgenden Situationen: 

 

 

·        Menschenmengen

O

 

·        Öffentliche Plätze

O

 

·        Allein Reisen

O

 

·        Reisen mit weiter Entfernung von Zuhause

 

O

2.

Traten dabei folgende Symptome auf?

 

 

·         Herzrasen, Herzklopfen oder erhöhte Herzfrequenz

O

 

·         Schweißausbrüche

O

 

·         Fein- oder grobmotorisches Zittern

O

 

·         Mundtrockenheit

O

 

·         Atembeschwerden

O

 

·         Beklemmungsgefühl

O

 

·         Schmerzen oder Missempfindungen in der Brust

O

 

·         Übelkeit oder Missempfindungen im Bauchraum (z.B. Unruhegefühl im Magen)

O

 

·         Gefühl von Schwindel, Unsicherheit, Schwäche oder Benommenheit

O

 

·         Gefühl, dass Sie weit entfernt sind, nicht „wirklich hier sind“, „neben sich stehen“ (Depersonalisation) oder die Umwelt und die Objekte unwirklich sind (Derealisation)

 

O

 

·         Angst vor Kontrollverlust, verrückt zu werden oder „auszuflippen“

O

 

·         Angst zu sterben (als Reaktion auf die körperlichen Zustände)

O

 

·         Hitzewallungen oder Kälteschauer

O

 

·         Gefühllosigkeit oder Kribbelgefühle

 

O

3.

Erleben Sie durch das Vermeidungsverhalten oder die Angstsymptome eine deutliche emotionale Belastung und haben Sie dabei die Einsicht, dass diese Ängste übertrieben oder unvernünftig sind?

 

 

 

O

4.

Beschränken sich die Symptome ausschließlich oder hauptsächlich auf die gefürchteten Situationen oder Gedanken an sie?

 

 

O

5.

Können Sie ausschließen, dass Ihre Angstzustände bedingt sind durch eine andere psychische Störung (Depression, Zwangsstörung usw.) oder eine körperlichen Störung?

 

 

O

 

Wenn Sie die Fragen 1, 3, 4 und 5 sowie mindestens zwei Symptome bei Frage 2 angekreuzt haben, haben Sie möglicherweise eine Agoraphobie (Platzangst).

 

 

 

Spezifische Phobien:  Angst vor bestimmten Objekten oder Situationen – eine einzelne Phobie beeinträchtigt das Leben

 

1.

Fürchten Sie sich in belastendem Ausmaß vor einem bestimmten Objekt oder einer bestimmten Situation (außerhalb einer Agoraphobie und außerhalb einer sozialen Phobie)?

 

 

O

2.

Vermeiden Sie beharrlich solche Objekte und Situationen (außerhalb einer Agoraphobie und außerhalb einer sozialen Phobie)?

 

 

O

3.

Erlebten Sie in den gefürchteten Situationen mindestens einmal seit dem Auftreten der Phobie folgende Angstsymptome?

 

 

·         Herzrasen, Herzklopfen oder erhöhte Herzfrequenz

O

 

·         Schweißausbrüche

O

 

·         Fein- oder grobmotorisches Zittern

O

 

·         Mundtrockenheit

O

 

·         Atembeschwerden

O

 

·         Beklemmungsgefühl

O

 

·         Schmerzen oder Missempfindungen in der Brust

O

 

·         Übelkeit oder Missempfindungen im Bauchraum (z.B. Unruhegefühl im Magen)

O

 

·         Gefühl von Schwindel, Unsicherheit, Schwäche oder Benommenheit

O

 

·         Gefühl, dass Sie weit entfernt sind, nicht „wirklich hier sind“, „neben sich stehen“ (Depersonalisation) oder die Umwelt und die Objekte unwirklich sind (Derealisation)

 

O

 

·         Angst vor Kontrollverlust, verrückt zu werden oder „auszuflippen“

O

 

·         Angst zu sterben (als Reaktion auf die körperlichen Zustände)

O

 

·         Hitzegefühle oder Kälteschauer

O

 

·         Gefühllosigkeit oder Kribbelgefühle

 

O

4.

Sind die Angstsymptome oder das Vermeidungsverhalten für Sie emotional sehr belastend und haben Sie dabei die Einsicht, dass diese Ängste übertrieben oder unvernünftig sind?

 

 

O

5.

Bleiben Ihre Symptome auf die gefürchteten Situationen oder Gedanken beschränkt?

 

 

O

6

Können Sie Ihre Furcht vor bestimmten Objekten oder Situationen mindestens einem der folgenden Typen zuordnen?

 

 

·         Tier-Typ (Angst vor Insekten, Schlangen, Hunden usw.)

O

 

·         Naturgewalten-Typ (Sturm, Donner, Blitz, Wasser, Meer usw.)

O

 

·         Blut-Injektion-Verletzungs-Typ (Angst vor Blut, Injektionen, Infusionen usw.)

O

 

·         Situativer Typ (Angst vor einem geschlossenen Raum, vor einem Lift, vor einer Gondel, vor einem Tunnel, vor dem Fliegen usw.)

 

O

 

·         Anderer Typ (z.B. Angst vor Zahnärzten, Krankenhäusern, Prüfungsangst)

 

O

 

Wenn Sie die Fragen 1, 2, 4 und 5 sowie einige der Symptome bei Frage 3 und mindestens einen Phobietyp bei Frage 6 angekreuzt haben, haben Sie möglicherweise eine spezifische Phobie.

 

 

 

Soziale Phobie:  Angst vor anderen Menschen – Angst vor sozialer Kritik

 

1.

Fürchten Sie sich, in belastendem Ausmaß im Zentrum der Aufmerksamkeit zu stehen, sich peinlich oder demütigend zu verhalten?

 

 

O

2.

Vermeiden Sie es möglichst, im Zentrum der Aufmerksamkeit zu stehen oder vermeiden Sie Situationen, in denen Sie Angst haben, sich peinlich oder erniedrigend zu verhalten?

 

 

O

3.

Treten diese Ängste in sozialen Situationen auf, wie Essen, Sprechen in der Öffentlichkeit, öffentlichen Begegnungen, Hinzukommen oder Teilnahme an kleinen Gruppen wie z.B. Partys, Konferenzen oder in Klassenräumen?

 

 

 

O

4.

Treten dabei folgende Angstsymptome auf?

 

 

·         Herzrasen, Herzklopfen oder erhöhte Herzfrequenz

O

 

·         Schweißausbrüche

O

 

·         Fein- oder grobmotorisches Zittern

O

 

·         Mundtrockenheit

O

 

·         Atembeschwerden

O

 

·         Beklemmungsgefühl

O

 

·         Schmerzen oder Missempfindungen in der Brust

O

 

·         Übelkeit oder Missempfindungen im Bauchraum (z.B. Unruhegefühl im Magen)

O

 

·         Gefühl von Schwindel, Unsicherheit, Schwäche oder Benommenheit

O

 

·         Gefühl, dass Sie weit entfernt sind, nicht „wirklich hier sind“, „neben sich stehen“ (Depersonalisation) oder die Umwelt und die Objekte unwirklich sind (Derealisation)

 

O

 

·         Angst vor Kontrollverlust, verrückt zu werden oder „auszuflippen“

O

 

·         Angst zu sterben (als Reaktion auf die körperlichen Zustände)

O

 

·         Hitzegefühle oder Kälteschauer

O

 

·         Gefühllosigkeit oder Kribbelgefühle

 

O

5.

Treten dabei zusätzlich noch folgende Symptome auf?

 

 

·         Erröten oder Zittern

O

 

·         Angst zu erbrechen

O

 

·         Harn- oder Stuhldrang oder Angst davor

 

O

6.

Erleben Sie durch die Angstsymptome oder das Vermeidungsverhalten eine deutliche emotionale Belastung und haben Sie dabei die Einsicht, dass diese Ängste übertrieben oder unvernünftig sind?

 

 

 

O

7.

Beschränken sich die Symptome ausschließlich oder vornehmlich auf die gefürchteten Situationen oder Gedanken an sie?

 

 

O

8.

Sind die Angstzustände nicht bedingt durch eine andere psychische Störung (Depression, Zwangsstörung usw.)?

 

O

 

 

 

 

Wenn Sie die Fragen 1, 2, 3, 6, 7 und 8 sowie mindestens zwei Symptome bei Frage 4 und mindestens ein Symptom bei Frage 5 angekreuzt haben, haben Sie möglicherweise eine soziale Phobie.

 

 

 

 

Der Angstfragebogen - Angststörungen selbst erkennen

 

Der folgende Fragebogen stammt aus der von einem hochqualifizierten Autorenkollektiv erstellten, kostengünstigen und empfehlenswerten Patienten-Informationsbroschüre Hexal-Ratgeber Angst“. Es handelt sich um Fragen zu den fünf wichtigsten Angststörungen nach dem ICD-10. Der Fragebogen soll Sie auf eine eventuell vorhandene Angststörung hinweisen und anregen, die Selbstdiagnose durch die Diagnose eines Arztes oder Psychotherapeuten überprüfen zu lassen. Die Fragen sind jeweils durch Ankreuzen von „Ja“ oder „Nein“ zu beantworten. Bei manchen Fragen wird man - falls sie mit „Nein“ beantwortet wurden - angewiesen, einige der folgenden Fragen zu überspringen.

 

 

Fragen zur Panikstörung

 

 

 

 

 

 

1.

Hatten Sie schon einmal einen Angstanfall, d.h., wurden Sie ganz plötzlich und unerwartet von starker Angst oder Beklommenheit überfallen, und zwar in Situationen, in denen die meisten Menschen nicht ängstlich sind?

ja

nein

â

Frage 9

2

Solche Angstanfälle treten manchmal auf, wenn man wirklich in ernster Gefahr ist oder wenn man im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit anderer steht. Treten Ihre Angstanfälle auch unabhängig von solchen Situationen auf?

ja

nein

â

Frage 9

3.

Versuchen Sie, sich an einen Ihrer schwersten Angstanfälle zurückzuerinnern!  Hatten Sie während dieses Angstanfalls

 

 

 

l      Atemnot oder Schwierigkeiten, Luft zu bekommen?

ja

nein

 

l      Herzklopfen?

ja

nein

 

l      Schwindel, Benommenheitsgefühle?

ja

nein

 

l      ein Engegefühl oder Schmerzen in Brust oder Magen?

ja

nein

 

l      Kribbeln oder Taubheitsgefühle?

ja

nein

 

l      Erstickungsgefühle?

ja

nein

 

l      das Gefühl, einer Ohnmacht nahe zu sein?

ja

nein

 

l      geschwitzt?

ja

nein

 

l      gezittert oder gebebt?

ja

nein

 

l      Hitzewallungen oder Kälteschauer?

ja

nein

 

l      die Dinge um Sie herum als unwirklich empfunden?

ja

nein

 

l      die Befürchtung, daß Sie sterben könnten?       

ja

nein

 

l      die Befürchtung, verrückt zu werden?

ja

nein

 

l      einen Brechreiz verspürt?

ja

nein

 

l      Beklemmungsgefühle?

ja

nein

 

l      einen trockenen Mund?

ja

nein

4.

Traten diese Beschwerden sehr plötzlich auf, und verschlimmerten sie sich dann innerhalb von Minuten?

ja

nein

5.

Hatten Sie jemals vier Angstanfälle innerhalb von 4 aufeinanderfolgenden Wochen?

ja

nein

6.

Hatten Sie nach einem solchen Angstanfall wochenlang ständig Angst davor, wieder einen solchen Angstanfall zu bekommen?

 

ja

 

nein

7.

Wann hatten Sie zum ersten Mal einen Angstanfall?

 

 

8.

Wann hatten Sie zum letzten Mal einen Angstanfall?

 

 

 

 

 

 

4

Haben Sie die Fragen 1, 2, mindestens eine Beschwerde von Frage 3 sowie die Fragen 4 (oder 5) und 6 mit Ja beantwortet? Wenn dies zutrifft, haben Sie möglicherweise eine Panikstörung!

 

 

 

 

 

 

 

Fragen zur generalisierten Angststörung

 

 

 

 

 

 

9.

Nun fragen wir nach langandauernden Angstzuständen!

Haben Sie sich jemals 6 Monate oder länger fast unablässig ängstlich, angespannt und besorgt gefühlt? 

ja

nein

â

Frage 17

10.

Wie lange hielt die längste Phase an, während der Sie sich ängstlich und besorgt fühlten?

 

 

Monate

11.

Machten Sie sich ständig Sorgen über Dinge, die mit großer Wahrscheinlichkeit gar nicht eintreten würden?

ja

nein

12.

Machten Sie sich ständig Sorgen über Dinge, die eigentlich gar nicht so schwerwiegend sind?

ja

nein

13.

Machten Sie sich über verschiedene Dinge (Kinder, Familie, Gesundheit) Sorgen?

ja

nein

14.

In diesen Zeiten, wenn Sie sich ängstlich und besorgt fühlten,

ja

nein

 

l      waren Sie da leicht ermüdbar?

ja

nein

 

l      waren Sie sehr aufgeregt, nervös und schreckhaft?

ja

nein

 

l      zitterten Sie oder bebte Ihr Körper?

ja

nein

 

l      fühlten Sie sich rast- und ruhelos?

ja

nein

 

l      hatten Sie Muskelverspannungen oder -schmerzen?

ja

nein

 

l      hatten Sie große Konzentrationsprobleme?     

ja

nein

 

l      waren Sie besonders leicht reizbar?

ja

nein

 

l      schwitzten Sie sehr stark?

ja

nein

 

l      litten Sie unter Herzklopfen oder Herzrasen?

ja

nein

 

l      hatten Sie kalte, feuchte Hände?

ja

nein

 

l      fühlten Sie sich schwindelig oder benommen?

ja

nein

 

l      hatten Sie einen trockenen Mund?

ja

nein

 

l      litten Sie unter Übelkeit oder Durchfall?

ja

nein

 

l      mußten Sie zu oft Wasser lassen?

ja

nein

 

l      hatten Sie Hitzewallungen oder Kälteschauer?

ja

nein

 

l      hatten Sie Atemnot oder das Gefühl zu ersticken?

ja

nein

 

l      hatten Sie Schluckbeschwerden?

ja

nein

 

l      hatten Sie Ein- oder Durchschlafschwierigkeiten?

ja

nein

 

l      hatten Sie Magenbeschwerden?

ja

nein

 

l      fühlten Sie sich einer Ohnmacht nahe oder unwirklich?

ja

nein

 

l      hatten Sie das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren?

ja

nein

15.

Wann hatten Sie solche Angstzustände zum ersten Mal?

 

 

16.

Wann hatten Sie solche Angstzustände zum letzten Mal?

 

 

 

 

 

 

4

Haben Sie die Fragen 9, 13 und fünf oder mehr Beschwerden von Frage 14 mit Ja beantwortet? Wenn ja, haben Sie möglicherweise eine generalisierte Angststörung!

 

 

 

 

 

 

 

Fragen zur Agoraphobie

 

 

 

 

 

 

17.

Einige Menschen haben ohne klaren Grund eine solch starke Angst vor Menschenmengen, alleine das Haus zu verlassen oder Bus, Auto oder Eisenbahn zu benutzen, daß sie solche Situationen vermeiden oder nur unter großer Angst ertragen können. Hatten Sie jemals eine derart unbegründet starke Angst,

 

 

 

l      vor Menschenmengen oder Schlange zu stehen?

ja

nein

 

l      das Haus zu verlassen oder außerhalb des Hauses allein zu sein?

ja

nein

 

l      sich auf öffentlichen Plätzen (Markt, Kino) aufzuhalten?

ja

nein

 

l      sich im Auto, Zug, Bus oder Flugzeug zu befinden?

ja

nein

 

l      oder eine Brücke zu überqueren?

ja

nein

 

 

 

 

4

Wenn Sie alle diese Fragen verneint haben, springen Sie zu Frage 28!

 

 

 

 

 

 

18.

Haben Sie in solchen Situationen

 

 

 

l      geschwitzt oder gebebt?

ja

nein

 

l      einen trockenen Mund gehabt?

ja

nein

 

l      Herzklopfen oder Herzrasen gehabt?

ja

nein

 

l      Atemnot oder Erstickungsgefühle gehabt?

ja

nein

 

l      sich benommen oder einer Ohnmacht nahe gefühlt?

ja

nein

 

l      befürchtet, die Kontrolle über sich selbst zu verlieren?

ja

nein

19.

Hatten Sie Angst, „verrückt“ zu werden?

ja

nein

 

l      oder daß Ihnen etwas Peinliches passiert?

ja

nein

 

l      oder daß Sie hilflos werden?

ja

nein

20.

Vermeiden Sie solche Situationen wegen Ihrer Angst?

ja

nein

21.

Haben Sie mit einem Arzt über diese Ängste gesprochen?

ja

nein

22.

Haben Sie wegen dieser Ängste Medikamente eingenommen?

ja

nein

23.

Haben diese Ängste oder das Vermeiden dieser Situationen wesentlich in Ihr normales Leben eingegriffen?

ja

nein

24.

Konnten Sie wegen dieser Ängste irgendwann einmal nicht verreisen, obwohl Sie dies gerne getan hätten?

ja

nein

25.

Waren Sie wegen dieser Ängste einmal einen ganzen Tag lang nicht in der Lage, Ihr Haus oder Ihre Wohnung zu verlassen?

 

ja

 

nein

26.

Wann hatten Sie zum ersten Mal eine solche Angst?

 

 

27.

Wann hatten Sie zum letzten Mal eine solche Angst?

 

 

 

 

 

 

4

Haben Sie zumindest eine der Beschwerden der Fragen 18 oder 19 sowie die Fragen 23-25 mit Ja beantwortet? Dann liegt bei Ihnen möglicherweise eine Agoraphobie vor!

 

 

 

 

 

 

 

Fragen zur sozialen Phobie

 

 

 

 

 

 

28.

Manche Menschen haben eine solche unbegründet starke Angst davor, etwas in Gegenwart anderer Menschen zu tun, daß Sie solche Situationen meiden oder Sie nur unter großer Angst durchstehen. Hatten Sie jemals solch starke Ängste

 

 

 

l      vor anderen Ihnen bekannten Personen zu sprechen?

ja

nein

 

l      auf die Toilette gehen zu müssen (Restaurant, Kino)?

ja

nein

 

l      in der Öffentlichkeit zu essen oder zu trinken?

ja

nein

 

l      mit anderen zu sprechen, weil Sie möglicherweise nichts zu sagen hätten oder „Unsinn“ von sich geben könnten?

ja

nein

 

l      zu schreiben, wenn Ihnen jemand zuschaut?

ja

nein

 

 

 

 

4

Wenn Sie eine, mehrere oder alle dieser Fragen mit Ja beantwortet haben, gehen sie weiter zu Frage 29! Haben Sie alle Fragen verneint, gehen Sie zu Frage 40!

 

 

 

 

 

 

29.

Haben diese Ängste monatelang angedauert?

ja

nein

30.

Haben Sie mit einem Arzt über diese Angst gesprochen?

ja

nein

31.

Haben Sie wegen dieser Angst Medikamente eingenommen?

ja

nein

32.

Hat diese Angst oder das Vermeiden dieser Situation wesentlich in Ihr normales Leben eingegriffen?

ja

nein

33.

Hat diese Angst Sie jemals sehr belastet?

ja

nein

34.

Hat diese Angst Sie jemals daran gehindert, eine berufliche Aufgabe zu bewältigen, neue Verantwortlichkeiten an Ihrem Arbeitsplatz zu übernehmen oder eine neue Stelle anzutreten?

 

ja

 

nein

35.

Hat diese Angst Sie jemals daran gehindert, zu einer Feier oder einer sonstigen gesellschaftlichen Veranstaltung oder zu einem Treffen zu gehen?

 

ja

 

nein

36.

Wenn Sie sich in einer Angstsituation befanden oder sich vorstellten, in einer solchen Situation zu sein, wurden Sie da fast immer extrem nervös, z.B. schwitzten Sie, hatten Herzklopfen oder waren kurzatmig?

 

ja

 

nein

37.

Oder erröteten oder zitterten Sie?

ja

nein

 

l      hatten Sie die Befürchtung, erbrechen zu müssen?

ja

nein

 

l      oder daß Ihnen etwas sehr Peinliches passieren könnte?

ja

nein

38.

Wann hatten Sie solche Ängste zum ersten Mal?

 

 

39.

Wann hatten Sie solche Ängste zum letzten Mal?

 

 

 

 

 

 

4

Haben Sie die Fragen 29 oder 35-37 mit Ja beantwortet? Dann haben Sie möglicherweise eine soziale Phobie!

 

 

 

 

 

 

 

Fragen zur spezifischen Phobie

 

 

 

 

 

 

40.

Es gibt noch andere Situationen, in denen manche Menschen eine solche unbegründet starke Angst verspüren, daß Sie sie zu vermeiden versuchen. Hatten Sie jemals eine unbegründet starke Angst

 

 

 

l      vor Höhen?

ja

nein

 

l      vor dem Fliegen?

ja

nein

 

l      davor, Blut zu sehen?

ja

nein

 

l      vor Stürmen, Donner oder Blitz?

ja

nein

 

l      vor Schlangen, Vögeln, Insekten oder anderen Tieren?

ja

nein

 

l      vor geschlossenen Räumen (z.B. Aufzugkabinen)?

ja

nein

 

l      vor Blut oder eine Spritze zu bekommen?

ja

nein

 

l      davor, im Wasser (z.B. Swimmingpool, Meer) zu sein?

ja

nein

 

l      vor irgendwelchen anderen Situationen?

ja

nein

 

Welche? ______________________________________________________________

 

 

 

 

 

 

4

Wenn Sie eine, mehrere oder alle dieser Fragen mit Ja beantwortet haben, gehen Sie weiter zu Frage 41! Haben Sie alle Fragen verneint, beenden Sie den Fragebogen!

 

 

 

 

 

 

41.

Hat eine dieser Ängste Monate oder gar Jahre angedauert?

ja

nein

42.

Haben Sie mit einem Arzt über diese Ängste gesprochen?

ja

nein

43.

Haben Sie wegen dieser Angst Medikamente genommen?

ja

nein

44.

Hat diese Angst oder das Vermeiden dieser Situation wesentlich in Ihr normales Leben eingegriffen?

ja

nein

45.

Hat diese Angst Sie jemals sehr belastet?

ja

nein

46.

Hat die Angst Sie jemals daran gehindert, eine berufliche Aufgabe zu übernehmen oder eine neue Stelle anzutreten?

ja

nein

47.

Hat die Angst Sie jemals daran gehindert, zu einer Feier oder einer sonstigen gesellschaftlichen Veranstaltung zu gehen?

ja

nein

48.

Wenn Sie sich in einer Angstsituation befanden oder wenn Sie an eine solche Situation dachten, wurden Sie da fast immer nervös oder „panisch“? Schwitzten Sie? Hatten Sie Herzklopfen? Waren Sie kurzatmig?

 

ja

 

nein

49.

Wann hatten Sie zum ersten Mal eine solche Angst?

 

 

50.

Wann hatten Sie zum letzten Mal eine solche Angst?

 

 

 

 

 

 

4

Haben Sie die Fragen 41, 44-46 oder 47 und 48 mit Ja beantwortet?

Dann haben Sie möglicherweise eine spezifische Phobie!

 

 

                     

 

Verhaltensanalyse bei Panikattacken

 

Panikattacken gelten als die „Angst aus heiterem Himmel“. Durch kontinuierliche Beobachtung und Analysen können Sie oft selbst Licht ins Dunkel bringen, wenn aus den oben angeführten Fragen noch immer keine Klarheit resultieren sollte.

Dokumentieren Sie Panikattacken ähnlich genau, wie Epileptiker ihre Anfälle verzeichnen, um eventuell Schlussfolgerungen daraus ziehen zu können. Legen Sie ein Panik-Tagebuch an und protokollieren Sie jede auftretende Panikattacke nach folgenden Kriterien:

 

l      An welchem Tag und über welchen Zeitraum tritt die Panikattacke auf?

l      Welche Situation ist auslösend für die Panikattacke?

l      Wie stark ist die Panikattacke (subjektive Bewertung von 0-10)?

l      Welche Symptome sind besonders belastend?

l      Welche negativen Gedanken haben Sie beschäftigt?

l      Wie haben Sie auf die Panikattacke reagiert?

 

Datum

Zeit

Situation/

Auslöser

Panik-symptome

 

Intensität

0-10

Negative

Gedanken

Folgen

12.4.1999

17.45-17.55

Geschäft,

noch rasch Einkaufen.

Schwindel, Atemnot,

Herzrasen

 

8

Ich falle um.

Alle schauen her. 

Ich renne aus dem Geschäft.