Dr. Hans Morschitzky

Klinischer und Gesundheitspsychologe, Psychotherapeut (Verhaltenstherapie und Systemische Familientherapie)

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„Die Angst zu versagen und wie man sie besiegt.“

 

Ostfildern: Patmos Verlag

 

 

 

Inhalt

 

Vorwort

 

 

Teil I:  Die Angst zu versagen hat viele Gesichter

 

Zwischen Motivation und Destruktion – Leistungsängste und ihre Wirkung

Angst und Leistung – auf die Dosis kommt es an

Angst macht Karriere – wenn Angst Flügel verleiht

Versagen und Selbstabwertung – wenn Angst lähmt

Lebensbehindernde Angst – wenn Angst krank macht

 

Versagensängste erfassen den ganzen Menschen

Denken, Fühlen, Handeln, körperliches Befinden – die vier Ebenen der Angst

Biologie der Angst – der Körper bestimmt das Maß

Die Macht der Vorstellung – die Bedrohung entsteht im Geist

Leistungsblockaden durch Angst – das sprichwörtliche „Brett vor dem Kopf“

 

„Ich schaff’ das nicht!“ – die Angst zu versagen

Prüfungsängste – Versagensängste in Schule und Ausbildung

Existenzängste, soziale Ängste, Leistungsängste – Versagensängste im Beruf

Auch die Großen haben Angst – Versagensängste bei Künstlern und Sportlern

Als Mutter nie gut genug – Versagensängste in der Mutterrolle

„Erfülle ich deine Erwartungen?“ – Versagensängste in der Partnerschaft

„Hoffentlich klappt es heute …“ – die Angst vor sexuellem Versagen

„Alle schauen auf mich!“ – Sprech- und Kontaktängste

„Die werden mich fertig machen!“ – Selbstbehauptungsängste

 

 

Teil II: Die Angst zu versagen – woher sie kommt, wohin sie führt

 

Ursachen von Versagensängsten

„Ich bin eine Null!“ – geringes Selbstwertgefühl und überhöhte Ansprüche

„Ich möchte beliebt sein!“ – die Sehnsucht nach Anerkennung

„Ich muss der Beste sein!“ – Überforderung von Kindheit an

„Das geht bestimmt schief!“ – Misserfolgsorientierung macht Angst

„Verhalte ich mich richtig?“ – übermäßige Selbstbeobachtung in Leistungssituationen

„Mir wird alles zu viel!“ – zunehmender Stress am Arbeitsplatz

„Ich muss sexuell immer funktionieren!“ – Sexualität als Leistung

 

Folgen von Versagensängsten

Inneres Davonlaufen – aufschieben, vermeiden, ablenken

Alles richtig machen wollen – wenn Perfektionismus zur Qual wird

Die Angst wird zugedeckt – Missbrauch von Alkohol und Medikamenten

Wenn Körper und Seele leiden – Angststörungen, Depressionen, Burn-out und psychosomatische Störungen

 

  

Teil III: Ratschläge: So bewältigen Sie Ihre Angst zu versagen

 

Lernen Sie Ihre Versagensängste kennen

Ihre Versagensängste unter der Lupe

Ursachen und Folgen Ihrer Versagensängste

Nach welchen Maßstäben beurteilen Sie sich selbst?

 

Bewältigen Sie Ihre Versagensängste in zwanzig Schritten

Schritt 1: Wollen statt müssen – wie Sie sich richtig motivieren können

Schritt 2: Erfolgsorientiert vorgehen – erhoffen Sie Erfolg, statt Misserfolg zu fürchten

Schritt 3: Realistische Ziele setzen – stufenweiser Weg zum Erfolg

Schritt 4: Positive Ziele formulieren – Wünsche deutlich machen

Schritt 5: Visualisieren Sie den Erfolg – mentales Training wie im Spitzensport

Schritt 6: Im Hier und Jetzt leben – im Augenblick verweilen

Schritt 7: Konzentrieren Sie sich auf die Aufgabe – Störfaktoren ausblenden

Schritt 8: Lernen und Trainieren – Erfolg durch ein Übungsprogramm

Schritt 9: Erinnern Sie sich an Ihre Erfolge statt an die Misserfolge – nichts macht so erfolgreich wie der Erfolg

Schritt 10: Tolerieren Sie Versagensangst und Misserfolge – aus Fehlern können Sie lernen

Schritt 11: Stärken Sie Ihr Selbstwertgefühl – das ist der Schlüssel zu jedem Erfolg

Schritt 12: Selbst aktiv werden statt in der Opferrolle verharren – handeln statt jammern

Schritt 13: Aufbauende Selbstgespräche – sich selbst ermutigen

Schritt 14: Von der Konfrontation zur Kommunikation – konstruktiver Dialog mit der Angst

Schritt 15: Seien Sie echt, statt eine Rolle zu spielen – spontan und authentisch auftreten

Schritt 16: Wechseln Sie zwischen Stress und Erholung – so hält Ihre Leistungsfähigkeit an

Schritt 17: Körperliche Entspannung – lernen Sie rasch wirksame Techniken

Schritt 18: Überhöhte Ansprüche aufgeben – Burn-out vorbeugen

Schritt 19: Legen Sie Überverantwortlichkeit ab – gesunder Egoismus statt Helfersyndrom

Schritt 20: Verbessern Sie Ihre sozialen Fähigkeiten – treten Sie kompetent auf

 

Exkurs: Erfolgreiche Schritte gegen die Prüfungsangst

 

Schlussbemerkungen

 

Literaturverzeichnis

 

 

 

Vorwort

 

„Angst klopfte an. Vertrauen öffnete. Keiner war draußen.“

Aus China

 

Haben Sie Angst, nicht das zu leisten, was von Ihnen verlangt wird? Den Erwartungen anderer nicht zu entsprechen? Die Angst zu versagen ist zu einem Grundgefühl unserer Zeit geworden. Wir leben heute in einer Leistungsgesellschaft. Erfolg und ständige Leistungsfähigkeit in jedem erdenklichen Bereich unseres Lebens zählen zu den wichtigsten Werten und Zielen. Ständig sollen wir von der Gesellschaft gestellten Leistungsansprüchen genügen.

In der heutigen Lebens- und Arbeitsmarktsituation werden die Ängste, zu wenig zu leisten oder völlig zu versagen, immer größer. Versagensängste führen bei vielen Menschen zu Horrorvisionen. Wer die Leistungserwartungen im Beruf und im Privatleben nicht erfüllen kann, gilt als Versager, ist „out“ und wird ausgetauscht – als Arbeitnehmer ebenso wie als Partner. Wer dem gesellschaftlichen Leistungsdruck nicht entspricht, verliert an Sozialprestige und wird zum Außenseiter. Dies gilt sogar für unsere Freizeit: Wir beurteilen Hobbys, Sport, Urlaub, Kleidung und Sexualität danach, ob wir Leistungsstandards erfüllen oder nicht.

In unserer leistungsorientierten Gesellschaft zählen oft nur Werte wie Erfolg, Sieg, Karriere, Durchbruch, Prestige, Gewinn, Produktivität, Umsatzsteigerung – für das Gegenteil davon ist kein Platz. Worte wie „scheitern, verlieren, schief gehen, Fehler, Versagen, Misserfolg, Niederlage, Schwäche, Unterlegenheit, Karriereknick, sozialer Absturz“ machen Angst.

Vorbei sind die Zeiten, wo Leistung Aufstieg und Erfolg garantierte. Bei immer mehr Menschen ist trotz Leistungsbereitschaft ein Abwärtstrend im Leben festzustellen oder sie befinden sich gar bereits auf dem Abstellgleis. Auf dem Buchmarkt gibt es unzählige populäre Sachbücher über den Weg zum Erfolg, aber kaum Bücher, wie man mit befürchtetem oder realem Versagen umgehen lernen kann.

      Im Mittelpunkt dieses Ratgebers stehen Versagensängste – ihre Formen, Folgen, Ursachen und Bewältigungsmöglichkeiten; er wendet sich in erster Linie an (noch) gesunde Menschen, die Hilfestellungen bekommen möchten, wie sie mit Stress und Leistungsdruck besser umgehen und zu einem Selbstwertgefühl finden können, das nicht einseitig von ihren Leistungen abhängig ist.

Ich erlebe als klinischer Psychologe und Psychotherapeut immer häufiger, wie sehr befürchtetes oder reales Versagen Körper, Geist und Seele meiner Patientinnen und Patienten bestimmt. Während der Arbeit an diesem Buch habe ich fortlaufend analysiert, was Menschen, die an Angststörungen, Depressionen, Substanzmissbrauch, psychosomatischen Störungen, Essstörungen und Schmerzstörungen leiden, miteinander verbindet, auch zu einem früheren Zeitpunkt, als sie noch gesünder waren: Es ist die Angst zu versagen.

Mit diesem Buch versuche ich, Ihnen neben einem Überblick über Versagensängste eine Fülle von Ratschlägen zu bieten, damit Sie Ihre Leistungsängste besser bewältigen können. Ich möchte Ihr Vertrauen in Ihre eigenen Bewältigungsmöglichkeiten von Leistungs- und Versagensängsten stärken und Ihnen helfen, das Auftreten psychischer oder psychosomatischer Störungen zu verhindern bzw. Ihnen erleichtern, sich daraus zu befreien.

Teil 1 beschreibt verschiedene Leistungs- und Versagensängste in Ausbildung, Beruf und im sozialen Bereich.

Teil 2 beleuchtet verschiedene Erklärungen der Ursachen von Versagensängsten und veranschaulicht ungünstige Bewältigungsstrategien sowie deren Auswirkungen.

Teil 3 hilft Ihnen, Ihre Versagensängste zu analysieren, besser zu verstehen und in Form von zwanzig Schritten zu bewältigen.

Die Angst zu versagen soll Sie nicht lähmen. Dieses Buch erfüllt seine Aufgabe, wenn es Ihnen einen Ausstieg aus der Angstspirale „Immer funktionieren müssen – Angst zu versagen – noch mehr leisten wollen – totale Erschöpfung und Burn-out“ ermöglicht. Dies wünsche ich Ihnen von ganzem Herzen.

Zwei Hinweise sind mir besonders wichtig: Frau Mag. Anni Bürkl, freiberufliche Autorin und Journalistin in Wien, danke ich dafür, dass sie meinen Text im Rahmen einer sehr angenehmen Zusammenarbeit in eine leicht lesbare Form gebracht hat. Frau Dr. Christiane Neuen danke ich dafür, dass sie als Verlagslektorin das Buch durch zahlreiche Vorschläge noch ansprechender gestaltet hat.

 

Hans Morschitzky