Dr. Hans Morschitzky

Klinischer und Gesundheitspsychologe, Psychotherapeut (Verhaltenstherapie und Systemische Familientherapie)

A-4040 Linz, Hauptstraße 77              Tel. 0043 732 77 86 01          E-Mail: morschitzky@aon.at 

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Psychotherapie Ratgeber. Ein Wegweiser zur seelischen Gesundheit

Wien: Springer Verlag

 

Buchaufbau

Inhaltsverzeichnis

 

 

1.       Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Psychotherapie

 

Die Entwicklung der Psychotherapie

Die Situation der Psychotherapie in Deutschland

      Ärztliche Psychotherapeuten

      Psychologische Psychotherapeuten

      Heilpraktiker

      Psychotherapie in der gesetzlichen Krankenversicherung

            Finanzierung von Richtlinien-Verfahren

            Leistungsumfang

            Antrags-, Konsiliar- und Gutachterverfahren

            Kosten und Verrechnung psychotherapeutischer Leistungen

            Novellierung der Psychotherapie-Richtlinien

            Gut ausgebautes Versorgungssystem

Die Situation der Psychotherapie in Österreich

      Das österreichische Psychotherapiegesetz

      Staatlich anerkannte Psychotherapiemethoden

            Im Vergleich zu Deutschland große Methodenvielfalt

            Kriterien einer methodenspezifischen Ausrichtung

            Kriterien einer psychotherapeutischen Ausbildungseinrichtung

      Weitere psychosoziale Ausbildungsmöglichkeiten

      Psychotherapie in der gesetzlichen Krankenversicherung

            Psychotherapie als Pflichtleistung der Krankenkassen –

            dennoch keine Verträge

            Seit 1992 gleich gebliebener Kostenzuschuss

            Notdürftige Übergangslösungen einer psychotherapeutischen

            Grundversorgung

Die Zukunft der Psychotherapie: Methodenintegration statt Methodenstreit

Der Methodenstreit der Vergangenheit

      Integrative Psychotherapie-Konzepte

            Technischer Eklektizismus

            Theoretische Methodenintegration

            Integratives Vorgehen auf der Basis einer ausgewiesenen Methode

      Auf dem Weg zu einer allgemeinen Psychotherapie?

            Ressourcenaktivierung

            Problemaktualisierung

            Aktive Problembewältigung

            Motivationale Klärung

 

 

2.       Wesensmerkmale der Psychotherapie

 

Umfassende Beschreibung von Psychotherapie

Wirkfaktoren der Psychotherapie

      Die therapeutische Beziehung als zentraler Wirkfaktor

      Aktive Mitarbeit des Patienten

      Allgemeine Wirkfaktoren

      Spezifische Wirkfaktoren

Wirksamkeit der Psychotherapie

Naturalistische Studien

Experimentelle Studien („Laborstudien“)

Effekte unterschiedlicher Psychotherapiemethoden

Effekte unterschiedlicher Therapiedauer

Misserfolge in der Psychotherapie

Zusammenarbeit zwischen Psychotherapeuten und Ärzten

Kriterien hilfreicher Psychotherapie

 

 

3.       Anwendungsbereiche der Psychotherapie

 

Psychische und psychosoziale Probleme ohne Krankheitswertigkeit

Psychische Störungen nach dem Diagnoseschema ICD-10

      Psychiatrische Diagnosecodes mit Diagnose-Kriterien im Überblick

Beängstigende Häufigkeit psychischer Störungen

      Jeder Vierte leidet unter einer psychischen Störung

      Angststörungen sind oft „Einstiegsstörungen“ in psychische

      Erkrankungen

      Depressionen auf dem Vormarsch

      Viele andere psychische Störungen erschweren das Leben

      Was die Zahlen sonst noch sagen

      Folgen psychischer Erkrankungen

Fragebogen: Unter welchen Beschwerden leiden Sie?

 

 

4.       Verlauf der Psychotherapie

 

Vorbereitungsphase der Psychotherapie

      Suche nach einem Psychotherapeuten

      Therapeutensuche im Internet

            Deutschland

            Österreich

Anmeldung zur Psychotherapie

Hilfreiche Fragen vor der Psychotherapie

Eigenständige Problemanalyse

Anfangsphase der Psychotherapie

      Erstgespräch

      Hilfreiche Fragen des Patienten an den Therapeuten

      Wichtige Fragen des Therapeuten an den Patienten

      Wichtige Fragen nach dem Erstgespräch bzw.

      nach den Probesitzungen

Arbeitsphase der Psychotherapie

Endphase der Psychotherapie

      Hilfreiche Fragen am Ende der Psychotherapie

     

 

5.       Spezielle Fragen bei einer Psychotherapie

 

Welche Therapie ist die richtige?

Stationäre oder ambulante Therapie?

Ursachenzentrierte oder lösungsorientierte Therapie?

Kurz- oder Langzeittherapie?

Kurze oder längere Sitzungsabstände?

Einzel- oder Gruppentherapie?

Einzeltherapie oder Paar- bzw. Familientherapie?

Einzeltherapie des Kindes oder Familientherapie?

Psychopharmakotherapie neben der Psychotherapie?

            Tranquilizer

            Antidepressiva

            Neuroleptika

Welcher Therapeut ist der passende?

Therapeutin oder Therapeut?

Ärztlicher, psychologischer oder nichtakademischer Psychotherapeut?

Jüngerer oder älterer Therapeut?

Therapeut mit Spezialisierung oder Allroundler?

 

 

6.       Probleme und Gefahren in der Psychotherapie

 

Häufige Probleme

      Heilsame Krisen

      Therapieabbruch und Therapeutenwechsel

      Belastungen und negative Folgen für Angehörige

Häufige Gefahren

      Abhängigkeit

      Grenzüberschreitungen, Verliebtheit und Sex in der Therapie

 

 

7.       Methoden der Psychotherapie

 

Psychoanalytische Methoden

Psychoanalyse

Gruppenpsychoanalyse

Individualpsychologie

Analytische Psychologie

Tiefenpsychologisch fundierte Methoden

Katathym Imaginative Psychotherapie

Hypnosepsychotherapie

Autogene Psychotherapie

Transaktionsanalytische Psychotherapie

Daseinsanalyse

Dynamische Gruppenpsychotherapie

Konzentrative Bewegungstherapie

Vegetotherapie

Bioenergetische Analyse

Biodynamische Psychologie

Primärtherapie 

Humanistisch-existenzielle Methoden

Klientenzentrierte und Personenzentrierte Psychotherapie

(Gesprächspsychotherapie nach Rogers)

Gestalttherapie

Integrative Therapie

Psychodrama

Logotherapie und Existenzanalyse

Positive Psychotherapie

Neurolinguistisches Programmieren

Transpersonale Psychotherapie

Systemische Therapie

      Geschichtliche Aspekte der Systemischen Familientherapie

      Der Weg zur modernen Systemischen Therapie

            Überwindung der „Kybernetik 1. Ordnung“

            „Kybernetik 2. Ordnung“ als Folge des radikalen Konstruktivismus

            Sich selbst erzeugende (autopoietische) Systeme

            Das Grundproblem ist nicht das Familiensystem,

            sondern das Problemsystem

            Reflecting Team

            Lösungsorientierte Kurztherapie

      Therapeutische Aspekte der Systemischen Therapie

Verhaltenstherapie

Die Anfänge: Methodologischer Behaviorismus und Lerntheorien

Kognitive Wende: die Kognitive Verhaltenstherapie

Selbstmanagement-Ansatz

 

 

8.       Grenzbereiche der Psychotherapie

 

Berufliche Abgrenzungen

      Psychotherapie und andere Psycho-Berufe

      Grenzziehung zwischen Beratung und Psychotherapie

Behandlungen ohne Psychotherapieanspruch

      Psychologische Beratung und klinisch-psychologische Behandlung

Kreativitätsbezogene Therapieformen

Musiktherapie

Tanztherapie

Kunst- und  Gestaltungstherapie

Drama- und Theatertherapie

Poesietherapie, Bibliotherapie, Märchentherapie

Spieltherapie

Körperbezogene Therapieformen

Feldenkrais-Methode

Funktionelle Entspannung

Atem- und Entspannungstechniken

Andere Techniken

      „Alternativer“ Psycho-Markt und esoterisch-spirituelle Verfahren

 

 

Schlusswort

 

 

Literaturverzeichnis

 

 

 

Vorwort

 

Es ist eine traurige Tatsache: Jeder vierte Bürger leidet an einer psychischen Störung. Im Laufe eines Jahres ist jeder dritte, im Laufe des Lebens sogar jeder zweite Bürger eine Zeitlang von einer seelischen Erkrankung betroffen. Neben der in vielen Fällen sinnvollen oder gar unbedingt notwendigen Einnahme von Psychopharmaka besteht die angemessene Behandlung in einer Psychotherapie.

Man muss nicht „seelisch gestört“ sein, wenn man in Psychotherapie geht. Psychotherapeuten müssen nur dann eine Diagnose, also eine krankheitswertige Störung, feststellen, wenn ihre Patienten Leistungen vonseiten der Krankenkassen beanspruchen möchten. Die Krankenkassen fühlen sich nur dann zuständig, wenn ihre Versicherten krank sind im Sinne einer regelwidrigen Störung.

Es gibt daneben noch viele andere Gründe für eine Psychotherapie: die Klärung familiärer, partnerschaftlicher und beruflicher Probleme, die fachliche Unterstützung in Krisensituationen, die Neuorientierung in Übergangsphasen des Lebens, die bessere Selbsterkenntnis auf dem Hintergrund der eigenen Lebensgeschichte, die Aufdeckung der tieferen Ursachen der vordergründigen Symptome, die Aufarbeitung unbewältigter Erlebnisse in der Vergangenheit, die Weiterentwicklung der Persönlichkeit, die Entfaltung vorhandener Talente u.a.

Menschen mit psychischen, psychosozialen und psychosomatischen Problemen finden zahlreiche Behandlungsangebote vor. Der so genannte „Psycho-Markt“ ist im Laufe der letzten Jahrzehnte selbst für Fachleute immer unüberschaubarer geworden. Seriöse und zweifelhafte Angebote bestehen nebeneinander. Es gibt diesbezüglich zu wenig allgemein verständliche Überblicksliteratur.

Gerne habe ich die Einladung des Verlages Springer, Wien, vertreten durch Herrn Raimund Petri-Wieder, angenommen, eine Einführung in die Psychotherapie für „Laien“ zu verfassen – für Betroffene und deren Angehörige ebenso wie für die gesamte interessierte Öffentlichkeit, vielleicht auch für manche Fachleute. Sie war bewusst als Ein-Mann-Buch und nicht als Mehr-Autoren-Buch geplant.

Dieses Buch versteht sich als Wegweiser auf der Suche nach der richtigen Psychotherapie und dem richtigen Psychotherapeuten, aber auch als Orientierungshilfe bei vielen Fragen im Rahmen einer bereits laufenden Psychotherapie. Es möchte über die Situation der Psychotherapie in Deutschland und Österreich ebenso informieren wie über die verschiedenen Methoden, Randgebiete, Möglichkeiten und Grenzen einer Psychotherapie. Die Situation der Psychotherapie in der Schweiz bleibt unerwähnt, um das Buch inhaltlich nicht zu überladen.

Im Mittelpunkt des Buches steht die Psychotherapie bei Erwachsenen in der freien Praxis. Die Psychotherapie bei Kindern und Jugendlichen, im stationären Bereich und in öffentlichen Beratungseinrichtungen wird nur am Rande erwähnt.

Viele Wege können zum gleichen Ziel führen. Die zahlreichen Psychotherapieverfahren vermitteln oft den Eindruck von widersprüchlichen Vorgangsweisen im Umgang mit denselben Problemen. Hier ist ein Hinweis wichtig: Tatsächlich intervenieren in der klinischen Praxis erfahrene Therapeuten oft ähnlicher, als es nach deren unterschiedlicher theoretischer Ausrichtung erscheinen mag.

Ich habe diesen Ratgeber aus der Sicht des klinischen Praktikers geschrieben. Als Klinischer Psychologe und Psychotherapeut mit Ausbildung in Verhaltenstherapie und Systemischer Familientherapie bin ich seit 23 Jahren in der Landes-Nervenklinik in Linz, Österreich, und seit zwei Jahrzehnten in freier Praxis tätig.

Meine Erfahrungen im Beruf und in der Ausbildung haben mein Denken und therapeutisches Handeln geprägt. Bestimmten Psychotherapiemethoden eher als anderen verpflichtet, möchte ich dennoch so objektiv wie möglich über die Vielfalt der verschiedenen Wege zur seelischen Gesundheit berichten.

Einige persönliche Anmerkungen sollen meine integrative Therapie auf der Basis der kognitiven Verhaltenstherapie veranschaulichen. Das Konfliktmodell der Psychoanalyse, die systemische Sichtweise von Problemen und lösungsorientierte Kurzzeittherapiemodelle stellen neben dem verhaltenstherapeutisch orientierten Selbstmanagement-Ansatz von Kanfer, Reinecker und Schmelzer die Grundlage meines psychotherapeutischen Vorgehens dar.

Meine ersten psychotherapeutischen Seminare habe ich bereits in den 1970er-Jahren als Psychologie-Student absolviert, und zwar eine zweijährige analytische Selbsterfahrungsgruppe, weil ich ursprünglich vom Traum einer psychoanalytischen Ausbildung beseelt war, und anschließend eine Grundausbildung in klientenzentrierter Gesprächspsychotherapie. Im Falle einer weiteren Psychotherapie-Ausbildung würde ich am liebsten eine Hypnotherapie-Ausbildung absolvieren. Durch meinen Behandlungsschwerpunkt auf Angststörungen und psychosomatischen Störungen (vor allem somatoformen Störungen, Schmerz- und Essstörungen) bin ich auch an körpertherapeutischen Strategien interessiert.

Aus sprachlichen Gründen habe ich die männliche Form „Psychotherapeut“ und „Patient“ gewählt – wohl wissend, dass sowohl unter den Psychotherapeuten als auch unter den Psychotherapie-Patienten die Frauen die Mehrheit darstellen. Statt „Klient“ habe ich mich für das Wort „Patient“ entschlossen, denn es drückt aus, dass es sich in der Psychotherapie um leidende Menschen handelt.

 

 

 

 

 

 

Linz, im Juni 2006

Dr. Hans Morschitzky

Hauptstraße 77

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