Dr. Hans Morschitzky

Klinischer und Gesundheitspsychologe, Psychotherapeut (Verhaltenstherapie und Systemische Familientherapie)

A-4040 Linz, Hauptstraße 77              Tel. 0043 732 77 86 01          E-Mail: morschitzky@aon.at 

Telefonische Anmeldung täglich 17.00 - 17.30  (ansonsten Anrufbeantworter)

Email-Anfragen zu privaten Problemen werden aus Zeitgründen nicht beantwortet (nur kostenpflichtige telefonische Beratung)

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Foto: Volker Weihbold, OÖN, 31.12.2016

Psychotherapie-Praxis 

Terminvereinbarungen:
  • täglich 17.00-17.30 (ansonsten Anrufbeantworter)
Therapiezeiten:
  • Montag bis Freitag, je nach Bedarf. Am Samstag sind keine Termine möglich. Eine Therapiestunde dauert - wie allgemein üblich - 50 Minuten.
  • Auf Wunsch ist auch eine Doppelstunde möglich, z.B. bei weiter Entfernung, bei einer Paartherapie oder bei Bedarf von raschen Fortschritten
Stundentarif:
  • € 120,00 pro Stunde (50 Minuten). Psychotherapie ist von der Umsatzsteuer ausgenommen.
Kassenleistungen:
  • Alle österreichischen Krankenkassen leisten einen Kostenzuschuss, meist jedoch nur von € 21,80.
  • Dieser seit 1992 gleich gebliebene Kostenzuschuss  ist nur erhältlich bei einer ärztlichen Untersuchung, die bis zur 2. Sitzung erfolgen muss (die schriftliche Bestätigung dieser Untersuchung muss jedenfalls ein Datum vor dem 2. Termin aufweisen). Die Bestätigung ist nicht für den Psychotherapeuten bestimmt, sondern später zusammen mit der Honorarnote und dem Zahlungsbeleg an die Krankenkasse einzusenden. Gleichwertig ist ein Überweisungsschein, den es jedoch wegen des fehlenden Kassenvertrags offiziell nicht gibt.
  • Die Weitergewährung des Kostenzuschusses nach der 10. Therapiestunde erfordert eine vorherige Antragstellung anhand eines für alle Krankenkassen einheitlichen Formulars, das der Psychotherapeut auf der Rückseite auszufüllen hat (Formular bei mir erhältlich). Pro Antrag werden dann komplikationslos jeweils maximal 50 Stunden genehmigt. Meistens genügt die Beantragung von 20-30 Stunden. 
  • Der Kassenzuschuss erfordert eine krankheitswertige Störung, was durch eine von mir gegebene Diagnose auf der Honorarnote ausgewiesen wird. 
  • Im April 2000 sind die langjährigen Kassenvertragsverhandlungen endgültig gescheitert, sodass es in Österreich leider auf längere Sicht gesehen keine Psychotherapie auf Krankenschein geben wird. 
Zugangsbedingungen:
  • Keine Erfordernisse, einfach nur anmelden. 
  • Wartezeit bis zum ersten Termin: ca. 1-2 Wochen. 
  • Ein derart rascher Therapiebeginn ist möglich aufgrund der Bevorzugung kürzerer Psychotherapien.
Therapeutisches Motto:
  • Die Psychotherapie soll so kurz wie möglich, jedoch so lange wie notwendig sein.
  • Keiner kann aus seiner Haut und aus seiner Lebenssituation heraus. Neue Sichtweisen und ermutigende Erfahrungen im Rahmen der Psychotherapie ermöglichen jedoch neue Handlungsweisen, sodass belastende Symptome und Lebenssituationen besser bewältigbar erscheinen, wodurch mehr Energie frei wird, eine bessere Lebensqualität anstreben zu können. 
  • Es ist das Ziel der Therapie, dass es einem besser geht und nicht bloß weniger schlecht. 
  • Man soll nicht so sehr gegen seine Ängste, Panikattacken, Zwänge und Depressionen, sondern vielmehr für ein besseres Leben kämpfen. 
  • Motivation ist alles. Was wollen Sie wirklich erreichen, wenn Sie Ihre Symptome los sind? Dies streben Sie möglichst auch schon jetzt an - trotz der Symptome. 
  • Nichts macht so erfolgreich wie der Erfolg. Die Psychotherapie ist darauf ausgerichtet, rasch Erfolgserlebnisse zu vermitteln.
  • Nach Studien beendet die Mehrzahl der Psychotherapiepatienten die Psychotherapie innerhalb der ersten 10 Stunden, unabhängig von der Psychotherapiemethode und unabhängig von Erfolg oder Misserfolg. Die Psychotherapie ist daher darauf ausgerichtet, innerhalb der ersten 10 Stunden Erfolgserlebnisse zu vermitteln. Wenn die Psychotherapie länger dauert, dann deshalb, weil die betroffenen Patienten mehr Geduld, Zeit und Geld aufbringen können oder in einer schwierigen Lebenssituation stehen, die sich nicht auf der Stelle ändern lässt, oder unter einer bereits chronifizierten Symptomatik leiden, wo nicht die Heilung, sondern bereits die Linderung der Beschwerden über einen längeren Therapiezeitraum einen riesigen Erfolg darstellt. 
Spezialisierungsbereiche:
  • Angst- und Panikstörungen
  • Krankheitsängste
  • Zwangsstörungen
  • Depressionen
  • körperliche Störungen mit seelischen Ursachen oder Komponenten (somatoforme bzw. psychosomatische Störungen)
  • Sexualstörungen
  • Partner- und Familientherapie
  • Probleme Jugendlicher
  • berufliche Probleme
  • Entspannungstherapie
  • Mentales Training
  • Aufgrund jahrelanger Erfahrung in der Behandlung aller zahlenmäßig bedeutsamen psychischen Störungen übernehme ich auch Patienten mit anderen Symptomen und Problemen.
  • Neben symptomorientierter Psychotherapie (bei Panikattacken, Phobien, Zwängen u.a.) erfolgt auch eine problembezogene Psychotherapie (Probleme in der Partnerschaft, in der Familie, im Jugendalter, im Beruf). 

 

Die Situation der Psychotherapie in Österreich

Die Ausübung der Psychotherapie durch speziell ausgebildete Personen ist seit dem Psychotherapiegesetz, d.h. seit 1991, geregelt. Psychotherapie ist seit der 50. ASVG-Novelle, d.h. seit 1992, der ärztlichen Hilfeleistung gleichgestellt und damit eine Pflichtleistung der Krankenkassen. Es war geplant, Psychotherapie auf Krankenschein – ähnlich wie bei Kassenärzten – österreichweit in Form von 550 Planstellen anzubieten. Bei Psychotherapeuten ohne Kassenvertrag (so genannten „Wahlpsychotherapeuten“) sollte – ähnlich wie bei Wahlärzten – den Patienten der entsprechende Kassentarif minus 20 % Selbstbehalt ersetzt werden, unabhängig von deren tatsächlichem Stundentarif. Doch der bereits fertig ausgehandelte Kassenvertrag (so genannter „Gesamtvertrag“) erreichte keine ausreichende Zustimmung aufseiten der beiden Vertragspartner – im Jahr 1994 waren nicht genug Psychotherapeuten, im Jahr 2000 nicht genug Krankenkassen dafür.

Zur Finanzierung einer Psychotherapie auf Krankenschein wurde bereits 1994 der Krankenkassenbeitrag für alle Versicherten erhöht. Die Sozialversicherungsbemessungsgrundlage wurde um 0,8 % erhöht – um 0,6 % für Psychotherapie und um 0,2 % für das Pflegegeld. Letzteres gibt es seither, Psychotherapie auf Krankenschein dagegen noch immer nicht, obwohl die Krankenkassen das Geld dafür einnehmen.

1999 stellten die Grünen im Nationalrat den gut gemeinten Antrag, das eingenommene Geld für Psychotherapie bis es einem Kassenvertrag gut verzinst anzulegen, doch der Hauptverband der Sozialversicherungsträger ließ mitteilen, dass es keine zweckgebundenen Einnahmen gebe – was nichts anderes heißt, als dass mit den Einnahmen für Psychotherapie die Löcher im Kassensystem gestopft werden.

Nach wie vor gibt es weiterhin für Psychotherapie nur den von den Krankenkassen (GKK, BVA, SVGW, SVB, VAEB) seit 1992 freiwillig angebotenen Kostenzuschuss von S 300,00 – was seit dem Euro (seit 2002) auf genau € 21,80 umgerechnet wurde, d.h. ohne jede Berücksichtigung der Inflation seit den frühen 1990er-Jahren. Nur einige kleinere Kassen zahlen mehr (z.B. LKUF).

Im Zeitalter der allseits bekannten Misere vieler Krankenkassen wird es leider auch in Zukunft keine Psychotherapie auf Krankenschein geben. Wenn es heißt, die Krankenkassen hätten kein Geld für Psychotherapie, dann stimmt dies insofern nicht, als das dafür eingenommene Geld bereits in der Vergangenheit für andere Zwecke ausgegeben wurde, was auch in Zukunft nicht anders sein wird.

Selbst im Falle eines Kassenvertrags wäre mit derart geringen Leistungen zu rechnen, dass diese aus betriebswirtschaftlicher Sicht nicht als kostendeckend anzusehen wären bzw. nicht als adäquat in Bezug auf einen durchschnittlichen Akademikergehalt. Der angebotene Stundentarif war schon 1994 einer der Gründe für das Scheitern des Kassenvertrags, weil Kassenpsychotherapeuten nur S 550,00 (€ 40,00) erhalten hätten. Die Patienten von Wahlpsychotherapeuten hätten nur „minus 20 % Selbstbehalt“ erhalten.

Fazit: Psychotherapie auf Krankenschein wird es leider trotz Forderungen von allen möglichen Seiten auf absehbare Zeit nicht geben. Müssten die Krankenkassen nur bei Kassenpsychotherapeuten Leistungen erbringen, wie dies in Deutschland der Fall ist, gäbe es wahrscheinlich schon einen Kassenvertrag. Aufgrund unseres Wahlarztsystems, das es in Deutschland nicht gibt, erscheint den Krankenkassen die Psychotherapie jedoch als unfinanzierbar. In zunehmendem Ausmaß übernehmen jedoch Zusatzversicherungen eine bestimmte Stundenzahl pro Jahr.

 

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